Der Bergwinkel kann bunt!

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Jahresrückblick 2025


Bündnis Demokratie und Toleranz im Bergwinkel – unsere Aktivitäten und Veranstaltungen im Jahr 2025


  • Die Ausstellung „Gesicht zeigen“ der jüdischen Bildungseinrichtung „Pinot“ war vom 13.2. bis 10.3. im Kultur- und Begegnungszentrum (KuBe) und in der Kinzigschule in Schlüchtern zu sehen. Sie wurde gut besucht von ca. 14 Schulklassen mit Führung und anderen interessierten Besucher:innen.
  • Ein Instagram-Account wurde eröffnet und gepflegt.
  • Eine Website wurde erstellt mit Zielen, Selbstverständnis, wichtigen Infos u.a.m. www.bergwinkel-demokratie.de
  • Für schnellen Informationsaustausch wurde eine Whats-App-Gruppe und eine Signal-Gruppe eingerichtet.
  • Kontinuierlich erscheinen Artikel in der örtlichen Presse zu uns und unseren Veranstaltungen. Der Kontakt zu den Kinzigtal-Nachrichten und dem Bergwinkelboten wird kontinuierlich gepflegt.
  • Wir haben uns an Aktionen zur Bundestagswahl in Gelnhausen und Fulda beteiligt, u.a. an: Demokratie und Klimaschutz; Wähl Liebe; Unsere Kreuze haben keine Haken.
  • Wir haben zu Beginn des Jahres eine AG Jugend gegründet, die Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche voranbringen will. Dank gut vernetzter Initiativen gibt es gute Aussichten für Beteiligungsformate.
  • Am 6.2. hat sich eine Gruppe Omas und Opas gegen Rechts in Schlüchtern gegründet, die eng mit dem Bündnis kooperieren und mit anderen Gruppen der „Omas“.
  • Am 25.3. stellten die „Heroes“ ihr Konzept der handlungsorientierten Arbeit „gegen Gewalt im Namen der Ehre“ in einem Kurzworkshop vor.
  • Mehrmals besprochen haben wir: Können wir uns „Gegen Rechts“ öffentlich positionieren und vor den Gefahren warnen und gleichzeitig das Gespräch mit „weit Rechts“ sympathisierenden Menschen suchen?
  • Zum ersten Mal in Schlüchtern: unsere Straßen-Aktion zum 8. Mai und 80 Jahre Befreiung - mit Texten, Gedichten, Musik und Einladung zum Gespräch - vor dem alten Rathaus.
  • Am 11.5. fand zum zweiten Mal das SingAlong für Demokratie und Toleranz auf dem Stadtplatz in Schlüchtern statt.
  • Am 14.5. fand unsere erste Veranstaltung „Mitbestimmen – Demokratie vor Ort“ (Wie funktioniert Demokratie in der Kommune?) mit 80 Besucher:innen und Beteiligten aus allen Parteien im KuBe statt.
  • Am 17.5. fand der Workshop: Angst und Schutz – Sicherheitsbedenken und Schutzkonzepte statt, Leitung: Mobiles Beratungsteam Fulda.
  • Am 25.5. haben wir uns am Pride-Day in Schlüchtern beteiligt.
  • Am 22.6.: "Bunt im Grünen": Picknick für Menschen aus Sinntal auf der Burg Schwarzenfels: „Markt der Vielfalt“, initiiert und vor Ort gut vernetzt vorbereitet von Mitgliedern des Bündnisses.
  • Entsprechend unserem Namen möchten wir andere Orte im Bergwinkel in unserer Arbeit stärker einbinden. Mitaktive aus dem Sinntal haben den Anfang gemacht und eine Gruppe gebildet, die sich zum einen separat trifft und zum anderen mit dem Bündnis verbunden bleibt und Themen aus dem Sinntal in die Bündnis-Arbeit einbringt.
  • Am 19.7. fand zum zweiten Mal der Workshop „Sprechen mit Andersdenkenden“ statt, organisiert von den Omas gegen Rechts Schlüchtern.
  • Die Omas-gegen-Rechts/Schlüchtern haben am 16.8. eingeladen zu einem Fest am Stadtplatz mit Kaffe/Kuchen, Live-Musik und Angeboten für Kinder.
  • Am 6.9. haben wir an der Demokratie-Konferenz im Bildungshaus Gelnhausen teilgenommen, uns mit einem Stand vorgestellt und interessante Initiativen im MKK kennengelernt.
  • Bei der Auftaktveranstaltung zum städtischen Förderprojekt „sozialer Zusammenhalt“ am 20.9. in der Halle auf dem Vogtgelände waren wir mit einem Stand anwesend und haben reichlich Informationen eingesammelt. An diesem Tag ging die Befragung von Jugendlichen zu ihrer Situation in Schlüchtern, ihren Ideen und Wünschen online. Die Verbreitung der Online-Befragung haben wir durch gute Kontakte zu den weiterführenden Schulen unterstützt.
  • Ebenfalls von Mitgliedern initiiert und von der Stadt Schlüchtern unterstützt. entwickelte eine Professorin der Hochschule Fulda mit Student:innen eines Seminars zu „Projektmanagement“ schriftlich ausgearbeitete Vorschläge zu Beteiligungsformaten für Jugendliche in Schlüchtern. Die besten werden Anfang 2026 öffentlich vorgestellt.
  • Am Mi. 1.10. waren wir in einem Kurzworkshop den eigenen Vorurteilen auf der Spur.  
  • Beim Bündnistreffen am 1.10. haben wir eine neue Struktur vereinbart mit a) Zeit für den Austausch zu aktuellen Themen und Fragen in Kleingruppen b) Zeit für Infos c) Zeit für Begegnungen.
  • Am 3.10. haben wir an der Veranstaltung zum Tag der Einheit in der Stadthalle teilgenommen.
  • Am 22.10. waren wir bei der Veranstaltung des SPD OV „Demokratieforschung in Hessen“ mit Herrn Deegen dabei und haben zukunftsweisende Kontakte zur Schülervertretung (SV) des Ulrich-von Hutten-Gymnasiums (UvHG) in Schlüchtern geknüpft.
  • Am 23.10. waren wir bei der Verlegung der 16 Stolpersteinen für verfolgte und ermordete Bürgerinnen und Bürgern in der Nazi-Zeit in Schlüchtern dabei.
  • Bei unserem monatlichen Treffen am 3.11. waren zum ersten Mal Vertreter:innen der SV des UvHG dabei, außerdem neue Mitglieder.
  • Am 14.11. waren wir bei der Theateraufführung der Theatergruppe der Hanauer Omas-gegen-Rechts begeistert dabei.
  • Im November und Dezember fanden an drei Schulen des MKK (Stadtschule, UvHG, Haidefeldschule) „Brennen für Demokratie – Tanzszenen und Gespräch“ statt – mit vorausgehender Vorbereitung mit den beteiligten Lehrkräften.
  • Am 18.11. haben wir zum zweiten Mal öffentlich eingeladen zu „Mitbestimmen 2 – Demokratie vor Ort“ Thema: Du hast die Wahl! – Kommunalwahl anschaulich erklärt.
  • Am 25.11. beteiligte sich das Bündnis am Aktionstag gegen Gewalt gegen Frauen, zusammen mit ProFamilia Schlüchtern, psychosoziales Zentrum Rosengarten e.V. und Omas gegen Rechts/Schlüchtern. Unter Leitung von ProFamilia Schlüchtern bereitete eine Arbeitsgruppe eine Straßen-Aktion vor in der Obertorstraße vor dem alten Rathaus mit Liedern zum Mitsingen, Texten, Theaterszenen zum Thema. Dazu gab es Glühwein ohne Alkohol, Plätzchen und Zeit für Gespräche mit Passant:innen.
  • Am 1.12. haben wir unsere 1. Folge von „Menschen aus Schlüchtern erzählen“ filmisch realisiert. Interviewt wurden ein Geschäftsführer und ein Mitarbeiter aus Syrien der Firma LYRICaudio  in Schlüchtern. Der Kurzfilm (20 Min.) wurde zum Ende des Jahres fertiggestellt.
  • Der krönende, bewegende Jahresabschluss war unsere Einladung zu einer „politischen Abendandacht“ am 12.12. in der ev. Kirche in Breitenbach. Engagiert, kooperativ und schnell hat eine Vorbereitungsgruppe eine berührende Abendandacht gestaltet. Ca. 130 Menschen sind gekommen. Parallel fand eine Veranstaltung der AfD im Dorfgemeinschaftshaus in Breitenbach statt.


Wir wollen die Geschichte des Nationalsozialismus in der Region und im Land wach halten

Vor diesem Hintergund möchten wir auf die Veröffentlichung von Karlheinz 
Schaldach aus Schlüchtern aufmerksam machen: "Nichtjüdische Verfolgte der 
NS-Zeit im Landkreis Schlüchtern – Eine quellenorientierte Untersuchung".

Das Buch soll deutlich machen, was Unterdrückung und Verfolgung unter 
Nationalsozialisten bedeuten. Es beschreibt das Schicksal von 80 
Nichtjuden, Menschen, die im Landkreis Schlüchtern lebten, unter der 
Nazi-Diktatur als Feinde angesehen wurden und deshalb in Gefängnisse, 
Zuchthäuser, Arbeitslager, KZs oder Vernichtungslager eingewiesen worden 
sind. Weitere Informationen in der Anlage.


Das Buch im DinA5-Format besitzt ca. 340 Seiten mit über 40 S/W-Abbildungen und ist gedruckt auf 100 g/m²-Bilderdruckpapier. Es hat einen flexiblen Einband mit Fadenheftung. Als Erscheinungsmonat ist Ende Juni 2025 vorgesehen. Der Band soll zum Selbstkostenpreis von 7 € abgegeben werden, falls bis Ende Mai 2025 die Zahl von 100 Subskribenten erreicht wird.


Das Buch soll deutlich machen, was Unterdrückung und Verfolgung unter Nationalsozialisten bedeuten. Es beschreibt das Schicksal von 80 Nichtjuden, Menschen, die im Landkreis Schlüchtern lebten, unter der Nazi- Diktatur als Feinde angesehen wurden und deshalb in Gefängnisse, Zuchthäuser, Arbeitslager, KZs oder Vernichtungslager eingewiesen worden sind.

Das Buch besteht aus fünf Teilen. Im ersten Teil (Titel: Verfolgungsebenen) werden auf etwa 100 Seiten die Grundlagen zum Verständnis gelegt. Mit dem Ende des „Dritten Reichs“ war zwar die Verfolgung vorbei, aber nicht das Leiden der Verfolgten. Darüber und über den Umgang mit ihnen in der frühen Bundesrepublik und die Widerstände bei der Wiedergutmachung handelt der zweite Teil (Titel: Zur Betreuung der Verfolgten im Nachkriegsdeutschland). Er hat etwa 40 Seiten. Der dritte Teil mit etwa 100 Seiten bildet mit der Beschreibung der Verfolgungsvorgänge den Kern des Buches (Titel: Die Verhaftungen und ihre Folgen in chronologischer Reihenfolge). Der vierte Teil führt auf 40 Seiten noch einmal alle Verfolgten auf, deren Schicksale zuvor beschrieben worden sind (Titel: Verzeichnis der Verfolgten). Im fünften Teil, der 33 Seiten umfasst, sind 11 Dokumente zu einem einzigen Verfolgungsfall unkommentiert zusammengestellt. Sie ermöglichen einen unverfälschten Blick auf die Zeit aus verschiedenen Perspektiven (Titel: Dokumente zu den Verhaftungen von Adolf Bell und Bruno Hoppe in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 1934). Ein Anhang mit einem Register zu den Abkürzungen, zu den ungedruckten und gedruckten Quellen, zu den Abbildungen und genannten Personen von ca. 20 Seiten beschließt das Buch.


Wenn Sie sich für eine Ausgabe des Buches
von Karlheinz Schaldach interessieren,
können Sie jetzt hier Ihre Ausgabe per E-Mail vorbestellen:



Jetzt vorbestellen!

Gemeinsam

Wir glauben fest daran, dass wir gemeinsam viel erreichen können. Dass wir miteinander im Gespräch bleiben und dadurch die Vielfalt unserer Gesellschaft erhalten können.